Inklusion

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Beeinträchtigte Menschen in die Arbeitswelt

des Rhein-Lahn-Kreises einbinden

Im Interesse der Deckung des Fachkräftebedarfs heimischer Betriebe engagiert sich die Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Rhein-Lahn mbH für "Inklusion" im Bereich der heimischen Wirtschaft. „Inklusion“ im Sinne der Einbindung behinderter Menschen  in das alltägliche Leben in allen Bereichen der Gesellschaft, auch im Arbeitsleben, ist nicht nur eine gesellschaftlich erstrebenswerte Aufgabe. Auch im Bereich der Wirtschaft ist es lohnend, Menschen mit angeborener oder nachträglich – zum Beispiel nach einem Unfall – erworbener Beeinträchtigung mittels Praktika oder Außenarbeitsplätzen auf dem Weg ins „normale“ Arbeitsleben zu helfen. Für die betroffenen Menschen ist die Teilhabe am Arbeitsleben Voraussetzung für Selbstbewusstsein und die Stärkung von Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und gesellschaftliche Anerkennung. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels können Unternehmen im Rahmen einer beruflichen Rehabilitationsmaßnahme hoch motivierte potenzielle Arbeitnehmer für sich gewinnen und sowohl von hohem Engagement und Loyalität als auch von besonderen Talenten beeinträchtigter Menschen profitieren.

Netzwerk Inklusion Rhein-Lahn

Das Engagement der WFG Rhein-Lahn im Bereich der "Inklusion" zielt darauf ab, ein Netzwerk von Betrieben aufzubauen, die grundsätzlich bereit sind, Menschen mit Beeinträchtigungen zur Belastungserprobung und Stabilisierung des Gesundheitszustandes in den Arbeitsprozess eines Betriebes aufzunehmen, sei es via Praktikum oder sogar dauerhaft. Zu dem Netzwerk gehören auch betreuende Einrichtungen:

Begleitung heimischer Betriebe

bei der Beschäftigung beeinträchtigter Menschen

Die Suche nach einem individuell geeigneten Praktikums- oder Arbeitsplatz in einem Betrieb wird in jedem Einzelfall von Fachleuten unterstützender Einrichtungen gesteuert und begleitet. Zu diesen Einrichtungen gehören:

Berufsbildungs- und Integrationsservice (BIS) der Stiftung Scheuern - Infos hier

Berufliche Trainingszentrum (BTZ), Neuwied - Infos hier

Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn - Infos hier

Am 14. Oktober 2015 veranstaltete die WFG Rhein-Lahn auf Anregung des REWE-Kaufmanns Ulrich Pebler, Nassau, gemeinsam mit dem Werbering Nassauer Land erstmals einen Informationsabend zu dem Thema der "Inklusion". In der Veranstaltung "Inklusion in Betrieben – Motivation sucht Praxis“ in der Stadthalle Nassau wurden Möglichkeiten der Wiedereingliederung präsentiert und auf die Bedeutung von Einrichtungen aufmerksam gemacht, welche Unternehmen bei der Einbindung beeinträchtigter Menschen in den Arbeitsprozess begleitend zur Seite stehen. Ulrich Pebler berichtete eindrücklich über seine positiven Erfahrungen mit der Beschäftigung beeinträchtigter Menschen in seinem Unternehmen.

Von guten Beispielen lernen

Nach der vorgenannten Auftaktveranstaltung zum Thema der Inklusion in Nassau standen Best-Practice-Beispiele heimischer Unternehmen in Bezug auf die Eingliederung beeinträchtigter Menschen im Mittelpunkt einer weiteren Veranstaltung. So referierten in dem von der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Rhein-Lahn am 12. Mai 2016, 19.00 Uhr, veranstalteten "Rhein-Lahn-Wirtschaftsforum: Praxiberichte Inklusion" in der Firma Eaton in Dausenau Adolf Kraft von der Firma Eaton Industries GmbH (Dausenau) und Hans-Jürgen Herbener und Karl-Heinz Pfeiffer von den Katholischen Kliniken Lahn (Nassau) über Engagament und Erfahrungen hinsichtlicher der Integration beeinträchtigter Menschen in die Arbeitswelt des eigenen Unternehmens. Adolf Kraft führte in seinem Vortrag aus, Inklusion sei das "Anerkennen und Schätzen unterschiedlicher Perspektiven. Das heißt für uns: keinen Unterschied machen". Inklusion verbessere das Betriebsklima, stärke Sozialkompetenz, Motivation, Zufriedenheit und Selbstwertgefühl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, helfe den Fachkräftebedarf decken und sei ein Beitrag zur Stärkung der heimischen Wirtschaft und zur gesellschaftlichen Entwicklung hin zu mehr Menschlichkeit. Die Fa. EATON beschäftige derzeit 11 Mitarbeiter/innen auf inkludierten Außenarbeitsplätzen. Hans-Jürgen Herbener schilderte, er habe durch den Erfahrungsbericht des REWE-Kaufmanns Ulrich Pebler anlässlich der Infoveranstaltung vom 12. Mai 2015 in Nassau zur Beschäftigung mit dem Thema Inklusion gefunden. Das habe schließlich zur Einstellung eines Menschen mit Handicap in der Haustechnik der Katholischen Kliniken Lahn geführt. Die hohe Motivation und die Freundlichkeit dieses Mitarbeiters hätten die Belegschaft für das Thema Inklusion geöffnet. Herbener wörtlich: "Wir haben wunderbare Erfahrungen sammeln können, die wir nicht missen möchten".

Best-Practice-Beispiele betrieblicher Inklusion im Kreis

Nachfolgend nennen wir Best-Practice-Beispiele heimischer Betriebe, die Inklusion umsetzen:

Eaton Industries GmbH (Dausenau) - Film über Eaton: hier - Film über Inklusion bei Eaton: hier.

Katholische Kliniken Lahn (Nassau)

REWE (Nassau) - Film über REWE Nassau: hier - Film über Inklusion bei REWE Nassau: hier.

REWE (Nastätten) - Bericht der Kreisverwaltung Rhein-Lahn: hier.

Kontakt:
Sie interessieren sich dafür, beeinträchtigte Menschen mittels Praktikum oder Arbeitsvertrag in Ihr Unternehmen einzubinden? Melden Sie sich bitte bei uns unter Tel. 02603/ 972-363 (Vanessa Auer) oder 262 (Wolf-Dieter Matern). Wir vermitteln Ihnen gerne fachkundigen Rat.