Fairer Handel

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Fair Handeln in einer gemeinsamen Welt

Die Idee des „fairen Handels“ zielt darauf ab, dass Produkte in wirtschaftlich benachteiligten Ländern der Welt unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt und zu angemessenen Preisen gehandelt werden. Voraussetzungen sind ein weltweit solidarisches Miteinander und verantwortungsbewusstes Handeln und Konsumieren. Fairer Handel ermöglicht den Produzenten, ihre Lebensbedingungen eigenverantwortlich zu verbessern. Das gewinnt auch vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsproblematik zunehmend an Bedeutung.

Die Idee des Fairen Handels zu stärken und noch mehr in Politik, Wirtschaft und Verwaltung des Rhein-Lahn-Kreises hinein zu tragen, war der Wunsch von Vertretern der heimischen Eine-Welt-Läden anlässlich eines Gespräches mit Landrat Frank Puchtler im Juni 2015 im Kreishaus - siehe Bericht der Kreisverwaltung Rhein-Lahn.

Die Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Rhein-Lahn hat diesen Vorschlag aufgegriffen und mehrere Projekte und Veranstaltungen umgesetzt:

am Donnerstag, 26. November 2015, 16.00 Uhr, im Kreishaus ein „Rhein-Lahn-Wirtschaftsforum: Eine Welt und fairer Handel“ veranstaltet.

Projekt "Prospektständer"

Auf Anregung der Eine-Welt-Läden des Rhein-Lahn-Kreises hat die Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Rhein-Lahn mbH im Oktober 2015 einen Werbeständer für das Foyer des Kreishauses in Bad Ems angeschafft. Hier können die Eine-Welt-Läden aus Bad Ems, Katzenelnbogen, Lahnstein, Nassau und Nastätten künftig Werbemittel auslegen, um sich selbst und die Idee des fairen Handels wirksam darzustellen. FOTO: Die Anschaffung sei nicht nur Ausdruck der überbetrieblichen Kooperation, sondern trage auch dazu bei, den "Eine-Welt"-Gedanken vermehrt ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu rücken, wie WFG-Vorsitzender Landrat Frank Puchtler (unten 4. von links) und WFG-Geschäftsführer Wolf-Dieter Matern (unten ganz rechts) übereinstimmend bei der offiziellen Vorstellung des Werbeständers im Kreishaus betonten.

Projekt "Eine-Welt-Läden im Flyer"

Im August 2016 wurde mit Unterstützung der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Rhein-Lahn ein Flyer über alle fünf "Eine-Welt-Läden" im Rhein-Lahn-Kreis herausgegeben und im Kreishaus der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu diesem werbenden Faltblatt geht es hier.

Projekt "Eine-Welt-Läden im Film"

Im September 2017 wurden im Auftrag der WFG Rhein-Lahn fünf Werbefilme über die fünf "Eine-Welt-Läden" im Rhein-Lahn-Kreis produziert und am 20. September 2017 der Öffentlichkeit im Kreishaus vorgestellt (siehe Bericht der Kreisverwaltung Rhein-Lahn). Diese Filme wurden anschließend im Rahmen der WFG-TV-Serie "Entdecke Rhein-Lahn" auf WWTV und TV Mittelrhein gesendet und sind auch auf der "WFG-Homepage" unter "Entdecke Rhein-Lahn", auf dem WFG-YouTube-Kanal sowie auf dem WFG-Facebook-Account präsent.

Film über den "Eine-Welt-Laden in Bad Ems".

Veranstaltungen:

"Rhein-Lahn-Wirtschaftsforum: Eine Welt und fairer Handel"

„Die Welt ist in Bewegung“, mit diesen Worten eröffnete Landrat Frank Puchtler das "Rhein-Lahn-Wirtschaftsforum: Eine Welt und fairer Handel" am 26. November 2015 im Kreishaus in Bad Ems (siehe FOTO - mit freundlicher Genehmigung von Bernd-Christoph Matern). Die aktuelle Flüchtlingssituation zeige, so der Kreischef und WFG-Vorsitzende, dass in der Vergangenheit vielleicht nicht genügend Entwicklungshilfe geleistet wurde, „damit die Menschen zuhause eine Perspektive haben“. Fairer Handel könne dazu beitragen, Fluchtursachen zu verringern.

Das „Eine-Welt-Forum“ der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (WFG) Rhein-Lahn rückt die übebetriebliche Kooperation der Eine-Welt-Läden in den Vordergrund. Fünf Läden gibt es derzeit im Kreis: in Bad Ems, Katzenelnbogen, Lahnstein, Nassau und Nastätten.

In seinem Gastvortrag warb Matthias Metzmacher, Pfarrer für gesellschaftliche Verantwortung der evangelischen Kirche Rhein-Lahn (FOTO), für ein wirtschaftliches Handeln, das nicht auf Geldvermehrung, sondern auf das Wohl der Menschen, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung abziele. Es sei skandalös, dass hierzulande mit einer „Geiz ist geil“-Mentalität weltweit Menschen, vielfach Kinder, ausgebeutet würden, „nur um ein Schnäppchen zu machen“. Metzmacher kritisch hinterfragend: „Wie kann ein Hähnchen 3,99 Euro kosten oder ein Liter Milch billiger sein als ein Liter Mineralwasser?“. Der Referent wies darauf hin, dass der Verbraucher im Rhein-Lahn-Kreis durch sein Einkaufsverhalten zu einer Änderung der Situation beitragen könne, denn die Eine-Welt-Läden, Direktvermarkter und sogar bereits Supermärkte im Rhein-Lahn-Kreis böten fair gehandelte und regional erzeugte Produkte an.

Gäste des Wirtschaftsforums konnten sich an einem Stand der Eine-Welt-Läden im Foyer des Kreishauses einen Überblick über das Angebot fair gehandelter Produkte verschaffen (siehe FOTO - mit freundlicher Genehmigung von Bernd-Christoph Matern).

Wir verweisen auf den Beitrag von Bernd-Christoph Matern auf der Homepage des evangelischen Dekanats Nassauer Land: hier.

"Rhein-Lahn-Wirtschaftsforum: Schule und Fairer Handel"

Mit gutem Beispiel voran: Realschule plus Bad Ems Nassau ist Fair-Trade-Schule

Die Realschule plus Bad Ems Nassau ist seit dem 14. November 2016 eine zertifizierte Fair-Trade-Schule. Welche Hürden die Schule auf dem Weg dorthin zu nehmen hatte, war Thema des "Rhein-Lahn-Wirtschaftsforums: Schule und Fairer Handel", zu dem die WFG Rhein-Lahn am 28. November 2016 ins Kreishaus eingeladen hatte. Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Presseinformation: hier.